Bodenbildung an der Börse

Von einer Bodenbildung spricht man an der Börse, wenn der Kurs einer Aktie nach einem Kurseinbruch einen Bereich im Chart erreicht hat, der nicht weiter unterschritten werden kann. Nachdem die Bodenbildung abgeschlossen ist, erwarten die Anleger, dass sich der Kurs der Aktie wieder aufwärts bewegen wird.

Wann die Bodenbildung genau einsetzt, ist oft schwierig zu prognostizieren. Häufig beginnen die Kurse an der Börse bereits wieder zu drehen, bevor sich die allgemeine Wirtschaftslage verbessert hat.

Bei kleinen Kursrücksetzern, die nur einige Tage oder Wochen dauern, dreht der Kurs oft, nachdem er vorher eine der klassischen Umkehrformationen ausgebildet hat. Einige bekannte Umkehrformationen sind die W- Formation, die Schulter-Kopf-Schulter Formation und die U-förmige Trendumkehr. Diese Formationen sind im Falle eines mehrmonatigen Abwärtstrends allerdings meistens zu schwach und werden für eine Trendumkehr nicht ausreichen.

Bei längerfristigen Abwärtstrends dauert die Bodenbildung meistens deutlich länger. Hier können langfristige Indikatoren einen Hinweis darauf geben, ob der Abwärtstrend bereits gebrochen ist. Beispielsweise könnte die Linie eines langfristigen Durchschnitts, wie die 200 Tage Linie, betrachtet werden. Dreht die Linie nach oben, könnte dies darauf hinweisen, dass das Schlimmste überstanden ist. Ebenso kann der Bruch eines langfristigen Trendkanals auf den Beginn eines neuen Aufwärtstrends hinweisen.

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