Bezugsverhältnis und Kontraktgröße bei Optionsscheinen und Optionen

Sowohl das Bezugsverhältnis als auch die Kontraktgröße geben an, wie viele Basiswerte mit einem Optionsschein oder einer Option gehandelt werden können.

Bezugsverhältnis

Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Optionsscheine benötigt werden, um einen Basiswert zu kaufen (bei Call Optionsscheinen) oder zu verkaufen (bei Put Optionsscheinen).

Hat ein Call Optionsschein auf eine Aktie beispielsweise ein Bezugsverhältnis von 1 : 10, so bedeutet dies, dass ein Anleger 10 Optionsscheine besitzen muss, um eine Aktie zum Basispreis kaufen zu können.

Häufig wird das Bezugsverhältnis eines Optionsscheins auch als Prozentwert angegeben. In unserem obigen Beispiel hätte das Bezugsverhältnis in diesem Fall einen Wert von 0,1.

Kontraktgröße

Während bei einem Optionsschein häufig mehrere Scheine zum Handel eines Basiswertes benötigt werden, können mit Hilfe einer Option häufig mehrere Basiswerte auf einmal gehandelt werden. Die Kontraktgröße gibt an, wie viele Basiswerte mit einer Option zum Basispreis verkauft (Put) oder gekauft (Call) werden können. Bei einer Call Option auf eine Aktie besagt eine Kontraktgröße von 100 also, dass mit einer einzelnen Option 100 Aktien gekauft werden können.

Wenn Sie den Kurs einer Option auf einem Börsenportal nachschauen, ist dort häufig der Kurs der Option bezogen auf eine Aktie angezeigt. Der Kurs der Aktie könnte also beispielsweise mit 2€ angegeben werden. Da die Kontraktgröße der Option aber 100 Stück beträgt, müssten Sie für diese Option 200€ und nicht 2€ zahlen.

Sie sollten also vor dem Kauf einer Option genau prüfen, wie viel Sie wirklich zahlen werden.

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